Von Süd- nach Nordtirol – Von der Alten zur Neuen Regensburger Hütte

Montag, 18. November 2019 Drucken E-Mail
Alte Regensburger Hütte im vergangenen Sommer. Foto: Toni Putz

Von Süd- nach Nordtirol zu wandern klingt verlockend. Für die Regensburger Sektion bedeutet das ...

aber auch eine historische Verbindung zu schaffen, die mit der 14-tägigen Tour von Dorothée Friedrichs und Helmut Deschan geknüpft wird.

Von der Alten…

Bei einem Jubiläum denkt jeder zwangsläufig an die Kinderschuhe, in denen ein Mensch oder auch ein Verein einmal steckten. Die Kinderschuhe der Regensburger Sektion hinterließen insbesondere in den Südtiroler Bergen ihre Spuren. Denn unterhalb der Geislerspitzen entstand vor über 130 Jahren auf 2037 Metern die erste Alpenvereinshütte im Gebiet der Grödner Dolomiten: die Regensburger Hütte. Der Fürstliche Thurn und Taxis’sche Oberbaurat Max Schultze war treibende Kraft dieses legendären Hüttenprojekts. Er trug die Kosten für den Bau, da der Sektion Regensburg damals für die Errichtung die finanziellen Mittel fehlten. 1906 übergab der Erbauer und Eigentümer die Hütte an die Sektion. Nach dem 1. Weltkrieg wurde sie enteignet und der Sektion Florenz übergeben.

…zur Neuen Regensburger Hütte

Die nächste Hütte ließ zwar nicht lange auf sich warten, doch die Suche nach einem geeigneten Grundstück war nicht einfach. Ende der 20-er Jahre gelang es den damaligen Vorsitzenden schließlich das Gebiet um den Falbesoner Wasserfall im Hochstubai zu erwerben. Die Pläne waren schnell gezeichnet, mit den Erschließungsarbeiten ging es im Herbst 1929 los, eingeweiht wurde die Neue Regensburger Hütte am 16. August 1931. Und heute? Am 22. September 2019 wurde der moderne Ersatzbau für die alte Bauhütte eingeweiht, ein Mammutprojekt, für das ebenfalls langer Atem nötig war. Das Ergebnis ist dafür umso schöner anzuschauen.

Historische Verbindungen erwandern

Ein jahrelanger Weg war es für die Sektion, ein vergleichsweise kurzer Weg ist es für die Teilnehmer der Jubiläumstour. Und viel weniger beschwerlich! Doch die Etappen sind nicht zu unterschätzen. Die Gruppe beginnt unter den Geislerspitzen, geht über Peitlerscharte und Würzjoch auf die Lüsener Hochalmen. Von dort führt die Route über Niedervintl nach Pfunders und hinüber zur Hütte der Regensburger Partnersektion Brixen. Weiter geht es übers Sandjöchl hinunter ins Pfitschertal. Via Schlüsseljoch und Gossensass erreichen die Regensburger Jubiläumswanderer die Westseite des Brenners und steigen zur italienischen Tribulaunhütte auf. Der Jubiläumsweg bringt sie schließlich hoch über dem Gschnitztal zur Bremer Hütte und dann geht es schon fast auf die Zielgerade zur Neuen Regensburger Hütte.

 

Link ins Tourenportal: Jubidurchquerung von Süd- nach Nordtirol

Informationen
Nummer: T-BW-28-20
Termin: Di. 25.08.2020 - Mo. 07.09.2020
Ort: verschiedene Hütten und Unterkünfte; Süd- und Nordtirol
Anforderungen: Ausdauer für 5 - 7 Std.-Gehzeit an 14 Bergtagen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
Leitung: Dorothée Friedrichs, Helmut Deschan

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