Zu Besuch bei Franz Senn: Auf den Spuren des Vaters des DAV

Montag, 18. November 2019 Drucken E-Mail
Franz-Senn-Hütte im Stubaital.

Der zweite Stopp auf dem Stubaier Höhenweg ist ein ganz besonderer. 

Nicht so besonders wie der dritte natürlich, die Neue Regensburger Hütte. Doch mit Sicherheit ist die Franz-Senn-Hütte eine der geschichtsträchtigsten Schutzhütten des ganzen Weges. Franz Senn - der Name ist mit dem Alpenverein verbunden wie das Turnen mit Väterchen Jahn.

Eine der Touren, die die Sektion Regensburg in ihrem 150. Jubeljahr unternimmt, ist deshalb natürlich ihm gewidmet. Vom 10. bis 12. Juli 2020 geht es für ein langes Wochenende auf Spurensuche rund um die nach ihm benannte Alpenvereinshütte in seiner Heimat, dem Stubaital.

Gründung des Deutschen Alpenvereins

Franz Senn wurde 1831 im Ötztal geboren, studierte Philosophie und Theologie und predigte schließlich bis zu seinem Tod 1884 in Neustift im Stubaital. Den so genannten Gletscherpfarrer zog es nach den Messen hinauf in die Berge, seine zweite große Leidenschaft. Und somit gründete er 1869 in München gemeinsam mit drei Gleichgesinnten den Deutschen Alpenverein; dies geschah auch, weil die vier mit der eher wissenschaftlichen Ausrichtung des 1862 in Wien gegründeten Österreichischen Alpenvereins unzufrieden waren. Neben Franz Senn waren das der Prager Kaufmann Johann Stüdl, der Münchner Student Karl Hofmann und der Mandatar des Österreichischen Alpenvereins in Bayern, Theodor Trautwein. Sie wollten die touristische Erschließung der Alpen nicht nur moralisch und akademisch, sondern aktiv, etwa durch den Bau von Hütten und Wegen, unterstützen. 1873 schlossen sich die beiden Vereine schließlich zum Deutsch-Österreichischen Alpenverein zusammen.

Rund um die Franz-Senn-Hütte

Eine der ersten Hütten des Vereins wird die 1885 kurz nach seinem Tod erbaute Franz-Senn-Hütte. Sie wurde mehrfach erweitert, in den Jahren 1907, 1932 und 1962 und gehört der Sektion Innsbruck des ÖAV. Die Tourenmöglichkeiten sind vielfältig, der Wilde-Wasser-Weg hinüber zur Starkenburger zum Beispiel oder der wunderschöne Übergang über den Schrimmennieder zur Neuen Regensburger Hütte. Wer in der Nähe der Hütte bleiben möchte, kann auf den Klettersteig kraxeln oder sich gar in den Höllenrachen wagen, eine seilversicherte Kraxelei durch eine kleine, aber atemberaubende Wildwasserschlucht.


Link ins Tourenportal: Jubi-Tour: Zu Besuch bei Franz Senn

Informationen
Nummer: T-BW-18-20
Termin: Fr. 10.07.2020 - So. 12.07.2020
Ort: Franz-Senn-Hütte; Stubaier Alpen
Anforderungen: Kondition für ca. 1000 Höhenmeter Auf- und Abstieg; Trittsicherheit in weglosem Gelände
Leitung: Theresia Weiß

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