50 Jahre: Das Berg- und Skiheim Brixen im Thale feiert Geburtstag

Dienstag, 26. Januar 2021 Drucken E-Mail
Das Berg- und Skiheim Brixen im Thale wurde am 01.11.1971 von der Sektion Regensburg gekauft.

Jubeljahre für unsere Hütten // 50 Jahre Berg- und Skiheim: 30, 50, 90, 95: Unsere Hütten feiern 2021 alle einen mehr oder weniger runden Geburtstag. 

Unsere zwischen Sölden und Obergurgl gelegene Talherberge Zwieselstein wurde 1991 von der Sektion gekauft und nach Renovierungsarbeiten 1992 wiedereröffnet. Der Kauf des Berg- und Skiheims Brixen im Thale im November 1971 ist 50 Jahre her. Die Neue Regensburger Hütte wurde im August 1931 eingeweiht, also vor genau 90 Jahren. Und unsere älteste Hütte, die Hanslberghütte, wurde 1926 von der Jugend errichtet, und feiert damit 95. Geburtstag. Dem halben Jahrhundert Berg- und Skiheim Brixen im Thale möchten wir uns im Besonderen widmen.

Stützpunkt in einem Skigebiet: Berg- und Skiheim Brixen im Thale

Seit fast 50 Jahren nunmehr hat die Sektion ein Standbein in Brixen in Tirol. Am 01. November 1971 wurde das Haus gekauft. In der Festschrift zur 125-Jahr-Feier steht „(erworben wurde) ein renovierungsbedürftiges Bauernhaus gegen starke Konkurrenz eines holländischen Mitbieters“, das so genannte „Anwesen Hetznecker“. Dass dieses Haus gekauft wurde, war ein Glücksfall für die Sektion, da einige Jahre später der Pachtvertrag für die seit 1928 gepachtete Firstalm, eine „urgemütliche Almhütte“ im Spitzingseegebiet, auslief, und so die Sektion ohne eine Hütte in einem Skigebiet dagestanden wäre. Viele Mitglieder kennen und lieben das „Dr.-Thomas-Brennauer-Haus“, oder wie es auch oft genannt wird "Brixener Haus", seit Kindertagen, sind doch damit unvergängliche Erinnerungen an erste Berg- und Brettlruschversuche verbunden. Der Kauf war möglich durch persönliche Bürgschaften der damaligen Vorstandschaft unter Leitung von Dr. Thomas Brennauer. Durch den damaligen Einsatz erwarb die Sektion ein großes Haus mit rund 50 Übernachtungsplätzen in einem für Skifahrer (Touren- und Alpinski), Bergsteiger und Kletterer (Wilder Kaiser!) gleichsam geeigneten Gebiet. Doch zunächst war ein umfassender Umbau nötig, der in großen Teilen von unseren Mitgliedern in Eigenleistung durchgeführt wurde. Dabei wurde – so steht es in der Festschrift - so manches Einbauteil am österreichischen Zoll vor bei von Bayern nach Tirol „geschwärzt“. Aus dem ehemaligen Stallbereich entstand der Aufenthaltsraum und darüber zwei Lager. Im Wohnbereich wurden in zwei Stockwerken elf Zimmer, eine Gemeinschaftsküche und die sanitären Einrichtungen geschaffen. Diese Grundrenovierung konnte bis 1975 abgeschlossen werden. Die erste Hüttenwirtin war Liesl Hetzenauer. 1975 übernahm Anni Krall und schließlich 1984 Burgl Krall, die die Hütte viele Jahre lang liebevoll betreute. Doris Kunert hat sich mit ihr über ihre Zeit im Brixener Haus unterhalten.

"Ich bekomme immer noch Post von Stammgästen" - Interview mit Burgi Krall

Liebe Burgi, das Berg- und Skiheim Brixen im Thale ist heuer 50 Jahre im Besitz der Sektion Regensburg und du warst ja nicht nur am längsten Hüttenwirtin, sondern bist bei vielen Stammgästen immer noch in liebevoller Erinnerung....

Burgi Krall: Ja, ich war fast 15 Jahre Hüttenwirtin vom Berg- und Skiheim Brixen im Thale. Viele habe ich gekannt und bekomme immer noch Post von Stammgästen. Es sind ja fast Freundschaften geworden mit der Zeit. Es waren immer nette Leute im Haus. Es war zwar viel Arbeit, mit vier Kindern in der einfachen Wohnung unten mit zwei kleinen Kinderzimmern, Schlafzimmer und Küche, aber es hat mir immer Freude gemacht.

Wenn ich Schnitzel gekocht habe, dann ist das reihum gegangen und alle wollten Schnitzel haben. Manchmal habe ich öfter in der Woche Schnitzel gekocht. Ja, die Schnitzel waren bekannt und beliebt. Georg, mein Mann, war ja ein ganz Geselliger und brachte die Schnitzel dann pfeifend die Stiegen hoch. Georg hat immer gepfiffen und war lustig. Er sagte immer: „Ich habe beim Steigenberger gelernt“, weil er so oft die Treppen steigen musste. Die Kinder bekamen meist Nudeln und sagten ihm dann, dass sie Burgis Nudeln doch so liebten.

Am Anfang meiner Zeit als Hüttenwirtin war Walter Conrad Hüttenreferent, dann Alfred Stegbauer. Herrn Dr. Thomas Brennauer kannte ich natürlich auch noch persönlich. Zu meiner Zeit war ich immer im Haus und auch immer da um die Gäste begrüßen und betreuen zu können. Es war einfach eine sehr schöne Zeit und ich denke gerne zurück. Wenn ich am Haus vorbei gehe, dann schaue ich immer noch, ob alles in Ordnung ist – natürlich von außen.

Doris Kunert

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