Und dann mussten wir singen…

Montag, 29. März 2021 Drucken E-Mail

Albert Wolf, später auch 2. Vorstand und Schatzmeister, war in den 80-ern viele Jahre lang Jugendreferent und selbst in den 70-ern unter der Leitung von Toni Putz in der Jugend. Er erlebte viele große und kleine Abenteuer in der Sektionsjugend, die er nicht missen möchte. Von einigen hat er uns erzählt. 

Eisklettern im Bergell 1975, ein echtes Abenteuer. Foto: Albert WolfEisklettern im Bergell 1975.Eisklettern im Bergell

„Der Toni war mutig mit uns. Zum Beispiel sind wir mit ihm 1975 ins Bergell in die Schweiz gefahren und haben – bis auf den Toni alle zum ersten Mal – eine Eiswand bestiegen“, erzählt Albert Wolf. „Sichern konnten wir alle, wir waren oft in Schönhofen klettern. Aber Mehrseillängenerfahrung geschweige denn Eisklettererfahrung hatten wir nicht. Das war natürlich ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!“

Gruppenstunde
Kein E-Mail, kein WhatsApp, nicht alle ein Telefon – wie verabredet man sich da? „Einmal die Woche trafen wir uns im Gruppenraum in der Keplerstraße im Keplergebäude. Toni Putz zeigte in den Gruppenstunden oft Fotos von seinen großen Reisen und Bergtouren, zum Beispiel Nepal. Und dann mussten wir singen“, lacht Albert Wolf. Lieder aus einem Bergsteigerliederbuch, Klassiker wie die „Bergvagabunden“. Jungs und Mädchen waren in der Zeit nicht mehr getrennt, das wurde 1968 geändert.

Bergell 1975. Foto: Albert WolfKlettern ohne Furcht und Tadel - im Bergell 1975.Doch in den Hütten stand oft noch „Mädchen“ und „Buben“ über den Lagern geschrieben – strikte Trennung war Anfang der 60-er noch angesagt. Als Albert Wolf Jugendreferent wurde, reaktivierte er den Jakobsturm wieder, der schon in den 60-ern der Jugend als Treffpunkt diente. „Der musste erstmal entmüllt werden. Wir haben einen Zuschuss bekommen und konnten ihn dann wieder neu einrichten.“

Sonnwendfeuer
Alljährlich brannte in der Zeit, in der Albert Wolf in der Jugend war und als Jugendreferent tätig war, ein Sommersondwendfeuer, „erst in Schönhofen, dann in Eilsbrunn, und schließlich am Kastlhof im Altmühltal.“  


Jenseits des eisernen Vorhangs

Im geteilten Deutschland der 80-er hatte die Jugend der Sektion Regensburg einen regelmäßigen Austausch mit jungen Bergsportlern in Dresden und in Pilsen. 

Eisklettern im Bergell 1975, ein echtes Abenteuer. Foto: Albert WolfBunt war die Mode - im kroatischen Velebit in den 80ern.Beim Organisieren des Dresdenaustausches, beziehungsweise der anvisierten Fahrt ins Elbsandsteingebirge waren wir zur Organisation sogar mal bei Bernd Arnold zu Gast“, erzählt Albert Wolf. Die Kletterlegende aus der Sächsischen Schweiz war oft barfuß unterwegs und schaffte so auch einige der schwierigsten Erstbegehungen im Elbsandsteingebirge. Im Gegenzug waren die Jugendlichen aus Dresden und Pilsen mit den Regensburgern unter anderem auf der Neuen Regensburger Hütte und in den Dolomiten.

Klettern im kroatischen Velebit. Foto: Albert WolfJugendaustausch mit Tschechien 1988. Die Hakenabstände - eine echte Herausforderung für die Regensburger Jugendlichen. 

Hochkoenig 1987. Foto: Albert WolfHerrliche Aussichten 1987 am Hochkönig / Wasserrillen-Klettern. Fotos: Albert Wolf  

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